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Samstag, 18. Februar 2012


Diese Geschichte handelt von Ludger, und wie er seine Erlebnisse und Ansichten in Worte fasste.

Teil I


„Der  macht sich auch hier nicht beliebt,“ sagte der Pfleger K. über den Delinquenten Ludger. Musste er sich denn so etwas etwa sagen lassen? Sadistische Züge als Humor getarnt bei K., war Ludgers Erkenntnis. Musste Ludger mit jedem können? Er  möchte aber jeden kennen. Auf einen Tanz ließ Ludger sich ein. Bitteschön, der Herr Pfleger K. ist verärgert gewesen. Nun, jeder war seines Glückes Schmied. Der Pfleger K. war beliebt? Unsinn. K. sollte doch einmal nett sein, und einsehen, Ludger und die anderen litten unter ihm. Aber K. konnte es nicht einsehen, was die anderen von ihm erwarteten. „Bitte versuchen Sie es einmal, ernst und direkt zu sagen, was sie denken. Bisher kommt stets so ein ungeordnetes und verwinkeltes Gestammel aus Ihnen raus.“ Das verstehe wer will. Ludger konnte diesen Worten nicht folgen. Und auch das Wohlwollen der anderen war zu der Zeit aufgebraucht. „Sie bleiben mir fremd,“ bedachte Ludger den K.  Der Zweifel wohnte in jeder lebendigen Seele. Somit machte Ludgers Werdegang immer weniger Sinn. Psychose, so überflüssig wie fünf Pfund Gehacktes unter Veganern. Der Pfleger K. war so wenig beliebt, und je mehr der Delinquent darüber nachdachte, desto gerechter war die Strafe: ZPE lebenslang!

Mittwoch, 25. Januar 2012

Sonntag, 22. Januar 2012

Abflussreiniger 3900


Falls du mich fragst, beliebt diese ganze Angelegenheit unbefriedigend zu verlaufen. Leider.

Während ich mir noch Gedanken machte, nicht zu stören, ging jener zurück auf seine süße und verführende Forscherstimme. Aber mir erscheint dies nicht geeignet, die Erfindung eines organischen Abflussreinigers auf Basis Keratin lösender Substanzen, zu Ende zu führen. Ein Geldgeber wäre sicherlich auch auffindbar. Mit einem bisschen gutem oder besserem Willen, hätte dies eine Lehrstunde für Innovation in der heutigen Zeit sein können. In der Regel gibt es doch nichts umsonst. Und genau, dass jemand einstand für lau, und mitdachte, und kostbare geistige Energie zu Verfügung stellte, ohne offensichtlich was davon zu haben, das machte stutzig. Nur, immer weiter auf diesem Geleis führt mich irgendwann an den Zustand der Erschöpfung, so dass ich jetzt zwar munter, doch sicherlich später auch sehr erschöpft sein werde. Meine Idee: es etwas langsamer angehen lassen zu dieser frühen Stunde.

Sonntag, 22. Januar 2012, 05:35
***ratz05***

Donnerstag, 25. August 2011

Was da noch zu sagen war


Ja, was ist denn angesagt, was steht mir bevor? Was bringt die Zukunft mir? Bange machen gilt nicht. Ging ich doch meinen Weg bis hierher. Belastet durch die Umstellung der Medikamente, träume ich in meiner Seifenblase: nur unwirklich dringen Impulse von außen an mich heran. Es schlägt elf. Ich bin nervös. Meine Augen sind gerötet und fühlen sich trocken an. Ich sollte einen Kassensturz machen, um zu sehen, wie viel Geld ich noch zur Verfügung habe.

Und nun, was kann ich berichten? Wie es mir geht etwa? Oder anderes? Ich bin gedankenleer.

Die Umstellung auf liniertes Schreibpapier erfordert von mir eine Anpassungsleistung Mir fällt es nicht leicht, etwas zu schreiben, denn der Kopf gehorcht dem Mund: sprechen läuft im Vordergrund, für das Denken scheint kein Raum zu bleiben. Die Lektüre über Kant gestaltet sich schwierig: viele neue Begriffe werden eingeführt und auf diese aufbauend dann weiter ausgeführt.

Mehr schlecht als recht führe ich meine intellektuellen Bemühungen. Die Lektüre über Kant habe ich unterbrochen, ebenso liegt Samuel Becketts „Warten auf Godot“ unbeachtet auf der Seite. Allerdings mühe ich mich beim Schreiben mehr schlecht als recht ab. Ist erst ein Anfang gemacht, können Folgeworte ungehindert fließen. Sinngemäß ist aller Anfang schwer, zu Ende gebracht ist aber bis dahin noch nichts. Etwas zu Ende zu bringen ist die Aufgabe. Mit Esprit und vor Charme sprühend, nahm ich damals an der Kochgruppe um Herrn Beck und Frau Etzel teil. Ich machte halt gute Miene zu bösem Spiel, und mit Frau Etzel Zeit zu verbringen, rief eben Glücksgefühle hervor. Dem gegenüber erscheinen im Club 55 die ersten schlechten Untertöne. Selbstgefällig sei ich, was noch niemand anderes mir ins Gesicht gesagt hatte. Die Kritik nehme ich als Chance wahr, als Chance mich zu ändern, mich zu bessern. Selbstgefälligkeit hängt zusammen mit sich ernst nehmen. Etwas auf mich einbilden tue ich nicht. Auch Arroganz und Eitelkeit, ebenso Überheblichkeit spielen da mit hinein. Ich suchte nach einem Attribut, wie ich mich selbst beschreiben würde. Es wäre „selbstgenügsam“ gewesen.

Erst abends, als ich, bei innerer Einkehr ins Nachdenken kam, wurde mir die Situation klar. Beim Sprechen suchte ich ein Attribut für meine Person, „selbstgenügsam“, kam aber nicht gleich darauf, und tatsächlich, mein Gegenüber warf mir „selbstgefällig“ zu. Erst am Abend merkte ich, dass „Selbstgefälligkeit“ eine negative Eigenschaft ist, die mir da attestiert wurde.

Wie stelle ich es an, damit sich meine Gedanken nicht wieder nur um mich, sondern nicht um mich drehen. Den egoistischen Zweck der Selbstverwirklichung stelle ich hinter die Mauer, weit ins Niemandsland, ins Abseits, bis andere Menschen so nett sind, mich zu unterstützen. Bis dahin suche ich Themen, die mich interessieren, und lese im Web so mancherlei Nützliches und Unnützes. Ich hoffe, das kann mein Leben ausfüllen.