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Samstag, 6. Oktober 2012

Der raue Kandidat

Der raue Kandidat

Meinem Vernehmen nach, und geringer ist es seit dem nicht geworden, sind die Raffgier und der Willen nach Machterhalt leider stets die zuerst wahrnehmbaren Eigenschaften. Partei zu nehmen, dem Mitmenschen zu vertrauen und einen Vorschuss an Vertrauen zu geben demjenigen, der nach den Sternen greift, im Vorfeld dies und jenes verspricht, dem Mitmenschen, mir, wieso sollte ich das tun?
Mir sind in dem Moment, wenn es knirscht und kracht im Gebälk des Hauses des menschlichen Miteinanders, - politische Institution ist nicht ersetzlich, - die Menschen leid. Woher kommt denn das?


***ratz05***

Donnerstag, 9. August 2012

Damals wie heute

Damals wie heute bestand und bestehe ich auf den Lohn, der mir meine Arbeit einbringt. Von nichts kann ich nicht leben, also arbeite ich, um im tagtäglichen Kampf um knappe Mittel mir mein Brot zu sichern.
Leider ist die Gegend karg, weshalb ich im Vergleich viel Mühen aufwenden muss, mir mein Auskommen zu sichern. Karge Landschaft, der Boden arm, die Bäume und Sträucher dürr. Lebensnotwendiges Wasser fällt als Platzregen und fliesst sogleich wieder ab, die Böden sind versiegelt.
Der Dung, der den Pflanzen die Nährstoffe bringen soll, überdüngt den Fluss, den See. Nur dort wachsen die Algen im Uebermass. Kaum Fische können Überleben. Sämtlicher Sauerstoff ist aufgezehrt.
Lieber lebte ich in der großen Stadt, wo es Nahrung schon in der Tonne des Marktes genügend gibt. Keiner meiner Mitbewohner kam bislang auf die Idee, das karge Leben hier am Arsch der Welt aufzugeben, um einen Neubeginn im Ungewissen zu wagen.


http://about.me/AchimRatz
***ratz05***

Sonntag, 17. Juni 2012

Möchtest du nicht auch?

Möchtest du nicht auch endlich wissen, was die Stunde schlägt? Genau vorhin noch warst du zu Tränen gerührt, und jetzt? Sag mir, wo bist du hingekommen? Leider entzieht sich meiner Kenntnis, was dich bedrückt? Bist du es überhaupt?
Nur, falls du nicht darüber reden möchtest, geht auch ein Schwamm drüber. Werden dir, wie mir, die Stunden lang? Was kannst du tun? Mit weiter so ist niemandem geholfen. Kostbar die Minuten, die verstrichen sind, ohne auch nur eine klitzekleine Erkenntnis gehabt zu haben.
Ich nenne mich Ratz, Garant für Worterguss ohne Sinngestammel! Gerne kläre ich dich auf. Und nochmals: kostbar die Worte, die gesprochen sind, für den Hörer weniger wie für den Sprechenden. Handle stets so, dass du wollen kannst, deine Handlung wird zum allgemeinen Gesetz, spreche, wenn es was zu sagen gibt, und schweige, falls nicht. Hören geht immer.
Tausend mal schon berührte mich deine Stimme. Klug geworden bin ich bisher aus deinen Worten nicht. Jawohl, die Erkenntnis vom Ding an sich, erlangte ich durch eigene Überlegungen. Fortan will ich dir nicht mehr gehorchen. Es bringt mich in Verlegenheit, meine Gefühle gehen durcheinander, dir wohlwollend zuzuhören, wohl wissend du könntest ein Recht haben auf meine Rechenschaft.



http://about.me/AchimRatz
***ratz05***